Aarauer Wetter Rückblende

Suche

Direkt zum Seiteninhalt

2000

Wetter-Rückblende > Monatliche Wetterrückblende > ab 2000

Januar 2000

Am nasskalten Neujahrstag setzte man sich gerne in die wärmende Atmosphäre der städtischen "Nester" ab. Man klagte über das Wetter und den Winter ohne Schnee (seit 25.November 1999). Bis kurz vor Monatsmitte lagen die Temperaturen nie unter O Grad. Nur wenig Niederschläge fielen, leider alle in Form von Regen. Es gab aber auch sonnige Abschnitte. Der Umschwung trat am 13./14. ein, als die Temperatur erstmals unter Null sank. Laternenparkierer mussten erstmals in diesem Winter zum Eisschaber greifen! Die kühlste Nacht war aber diejenige vom 25./26. mit minus 12.9 Grad. (Zum Vergleich: 28.Januar 1947: minus 18 Grad!). in diesem Zeitabschnitt gab es auch einige sonnige Tage, an denen Schnee lag. Trotz Sonnenschein tagsüber kam die Temperatur nie über minus 5 Grad hinaus. Am 22. begann der Schneefall. Schliesslich lagen 14 Zentimeter Schnee, und Schneepflüge standen im Einsatz. Die Winterfreuden waren kurz und dauerten bis am 28. Der nachfolgende Wärmeeinbruch liess das Quecksilber bis am 31. auf plus 11.8 Grad steigen. So war der Monat trotz einiger sehr kalter Tage um 1 Grad zu warm.


Februar 2000

Es blieb weiterhin zu mild für diese Jahreszeit (2.9 Grad zu warm). Zum Wärmeüberschuss trug vor allem die erste Monatshälfte bei, die uns immer wieder sonnige Tage bescherte. Normalerweise gehört diese Periode zum Hochwinter und damit zur kältesten Periode des Jahres. Nur vom 16.-24. fielen die Temperaturen nachts unter Null. Das Minimum befand sich am 21. lediglich bei minus 3.6 Grad. Schon eine Woche später verzeichnete man ein Wärmemaximum von plus 16.8 Grad. Seit 1864 gab es nur neun noch wärmere Monate Februar, wovon sechs aber seit 1960! Die Niederschlagsmenge (leider fast ausschliesslich in Form von Regen und nicht von Schnee!) entsprach fast der doppelten Norm. Dennoch schien die Sonne mehr als normal und erreichte am 1., 4., 10., 22., 27. und 28. fast das mögliche Tagesmaximum von 8 Stunden. lm Jura wehte stets ein kalter Nordwestwind. Der wenige Schnee (1-2 Zentimeter) fiel nach Monatsmitte, meistens nass. lm Jura war es weiss bis zu den Reben von Küttigen hinunter. Schon am 19. lag aber kein Schnee mehr. Es war richtig „Hudelwetter“, Aprilwetter, und frühlingshaft am Monatsende. Ein schneearmer Winter fand seinen Abschluss.


März 2000

Zu Monatsbeginn setzte ein Wettersturz ein, mit 23 mm Regen. Die Temperaturen fielen um rund 5 Grad und erreichten am 6. das Monatsminimum von minus 3.4 Grad. Da entwickelte sich denn am Morgen auch etwas Bodenfrost. in der Folge gab es aber bis Monatsende keine Minustemperaturen mehr. So resultierte für den März ein Wärmeüberschuss von 2.0 Grad. Die Niederschlags- menge lag weit unter der Norm, und die Besonnung entsprach dem Durchschnitt. Es war vor allem die erste Monatshälfte die recht frühlingshaft ausfiel, obwohl sich am 2. die Jurahöhen noch in Weiss zeigten. Am 9. wurde das Monatsmaximum von 19.2 Grad gemessen. Alles in allem: Sonniges Frühlingswetter mit nasskalten Perioden am Monatsanfang, vom 14.-19. und vom 26.-30. mit Schneefall vom 27./28. bis auf 500 Meter hinunter. Schliesslich erlebte man einen sonnigen Märzabschluss. Die Rosskastanien im Kasinogarten und auf dem Kirchplatz begannen am 25. auszutreiben, d.h. vier Tage früher als im Vorjahr.


April 2000

Erneut ein Monat, der zu warm war: 1.8 Grad über der Norm. Die tiefste Temperatur lag denn auch nur 1.5 Grad unter dem Gefrierpunkt (am 7.), wogegen die höchste Monatstemperatur mit 26 Grad (am Ostersamstag, 22.) schon sommerliche Ausmasse annahm, wie überhaupt die letzten zwölf Tage des Monats punkto Wärme einer normalen zweiten Maihälfte entsprachen. Die speziell früh austreibende Referenz-Buche am Goldernwaldrand begann ihren Blattaustrieb am 3. wie letztes Jahr. Der ganze Monat zeigte entsprechend seinem Ruf sehr veränderlichen Charakter mit "Ups and Downs" der Temperaturen, aber auch der Besonnung (leicht höher als normal) und der Niederschläge (nur 59% der Norm) mit einer Maximalmenge von 15 mm in der Nacht von Ostern auf Ostermontag (23./24.), was einem Drittel der gesamten monatlichen Regenmenge entsprach und die Temperatur auf 6 Grad fallen liess. Doch alsogleich wurde es wieder warm, und der Monat ging mit vollfrühlingshaftem Wetter und leichter Gewitterneigung zu Ende.


Mai 2000

Die warme Schönwetterperiode setzte sich in der ersten Maihälfte fort. Es war eine ausgesprochene Schönwetterperiode mit sonnigen und ungewöhnlich warmen Tagen mit Temperaturen wie in einem normalen Juli. Die Vegetation war 10-20 Tage im Vorsprung. Am 16. stand das Quecksilber bei sage und schreibe 28.3 Grad, sackte dann aber kurz darauf bis auf 4.8 Grad ab (am 21.). In exponierten Lagen kam es zu leichtem Bodenfrost. Die Eisheiligen meldeten sich nach einer langen Frühsommerperiode an. Es blieb einige Tage kühl , aber sonnig, bis das Thermometer wieder auf frühsommerliche Werte anstieg (um den 25.), bevor der Monat mit seiner einzigen längeren Schlechtwetterperiode endete. Dennoch war der Mai ungewöhnlich warm. Nur noch 1917 und 1999 war im 20.Jahrhundert der Mai gleich hoch temperiert. Wegen einiger Gewitterregen lag die Regenmenge 22% über der Norm. Der ganze Frühling war um gut 2.5 Grad zu warm. Es war der höchste je gemessene Wert in einem Frühjahr (März – Mai).


Juni 2000

Er begann mit sommerlichen Temperaturen. Der Auffahrtstag am 1. war ein strahlender Tag, allerdings mit Morgennebeln wie im Herbst. Es folgten weitere hochtemperierte Tage (Maxima bis gegen 30 Grad), bis am 5./6. ein Wettersturz eintrat mit 26 mm Regen innert 19 Stunden und einem Absinken der Temperatur um 14 Grad. Bald folgten wieder Aufheiterung und Erwärmung, gerade auf den Zeitpunkt (etwa um den 10.) hin, an dem die Schafskälte zu erwarten gewesen wäre. So gab es über Pfingsten trockene und warme Tage (10.-12.), auch wenn es gelegentlich bewölkt war. lm Freien die Freitage zu geniessen war angenehm. Nach heftigen Gewitterregen am 13. und 14. (35 mm) mit leichtem Temperatur- rückgang wurde am 16. eine fast einwöchige Schönwetter- und in zunehmenden Masse auch Hitzeperiode eingeleitet. Am 20. erreichte sie 31.8 Grad. Aber gerade auf das Vorstadtfest hin wurde es wieder kühler und nass, und am 27. zeigte das Thermometer nur noch 6.7 Grad. Die Schafskälte wurde in abgeschwächter Form nachgeholt. Ein Vorstoss des Azorenhochs führte bis zum Monatsende wieder zu sonnigem Wetter mit Temperaturanstieg. Auch der Juni kann, wie der Mai, als Schönwettermonat bezeichnet werden.


Juli 2000

Vielversprechend begann der Juli und liess für den Maienzug (7.) bestes Wetter erhoffen. Der 2. war der wärmste Tag des Monats mit 30.9 Grad. Aber mit feuchter Warmluft nahm auch die Gewitter- neigung rasch zu, mit entsprechenden Regengüssen (je 15 mm am 3. und 4.). Der Maienzug-Vorabend hätte schöner und wärmer nicht sein können. Just auf den Maienzug hin begann eine zehntägige nasskalte Schlechtwetterperiode mit sehr wenig Sonnenschein und viel Niederschlag, worunter auch Aaraus lieblichstes Fest zu leiden hatte. Das Temperaturminimum betrug am 13. lediglich 6.8 Grad. Laut eigenen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1948 war der damalige 6.Juli der "zweitkälteste Julitag seit 80 Jahren", mit einer Tages- temperatur von 9 Grad, und man heizte die Öfen. Auch dieses Jahr waren warme Pullover oder Raumheizung angesagt. Nach der sommerlichen Schlechtwetter- und Kälteperiode, während der das Temperaturniveau gelegentlich bis 5 Grad tiefer war als am warmen Maianfang, brachte ein flaches Hoch ab 17. erneut Sonne und Wärme, wovon die Aufführungen des Freilichtspiels "Der Schuss von der Kanzel" beim Schlössli profitierten. In der instabilen letzten Juliwoche wechselten gewittrige Schauer mit sonnigen Abschnitten ab, aber die Temperaturen gingen nie mehr über die 25-Grad- Grenze hinaus. Pech für alle, die in der Schweiz Ferien verbrachten! Erstmals in diesem Jahr war ein Monat kühler als normal, nämlich um 1.6 Grad. Die Regenmenge betrug 144% der Norm, und es wurden 22 Regentage gezählt, was seit 1936 nie mehr der Fall war.


August 2000

Der heisse August liess den verregneten Juli vergessen! Was sich noch am letzten Julitag anbahnte, nämlich das Nahen eines Sommers mit vollem Sonnenschein und kräftig steigenden Temperaturen, setzte sich dann tatsächlich im August fort. Waren die Hundstage im Anzug? Nun, es dauerte noch eine Woche. Zwar war der Bundesfeiertag ein sonniger, sehr heisser Hochsommertag, mit einer Temperatur bis gegen 30 Grad, aber anderntags wurde bereits wieder feuchte und kühlere Luft herangeführt. Es regnete oft, und die Tagestemperatur sank am 5. bis auf 15 Grad. Dann aber setzte ab 10. sonniges und sehr warmes Hochsommerwetter ein. Die intensivste Hitze und damit die Jahres-Höchsttemperatur verzeichnete man am 20. mit 32.9 Grad. Demzufolge waren der ortsbürgerliche Waldumgang (19.) und der Waldhüttengottesdienst (20.) von vortrefflichem Wetter begleitet, was auch für Hochstimmung in der Badi sorgte. Eine sehr aktive Gewitterzone brachte am 21. ergiebige Niederschläge (13 mm am frühen Morgen) und tagsüber nochmals 24 mm. Die Temperatur stieg am 26. erneut bis gegen 30 Grad an, bevor am 27. ein Wetterumschlag mit massivem Temperaturrückgang und starken Niederschlägen am 31. erfolgte. Der ganze Monat war 1.9 Grad zu warm, und die Besonnung betrug 129 % der Norm.


September 2000

Nach einer veränderlichen und eher kühlen ersten Woche mit 31 mm Regen in der Nacht vom 6./7. folgte warmes Spätsommerwetter mit Morgennebeln. Das Quecksilber kletterte am 15. auf 25 Grad. Ein Wetterumsturz am 16. liess die Temperatur um mehr als 10 Grad absinken. Nach einem wahren Regentag mit ergiebigen Niederschlägen am 20. (32 mm) kam es schon am Abend des 21. zu einer überraschenden Aufheiterung. Es war ein hoffnungsvoller Auftakt für den Bachfischet, der am 22. bei kühler (12 Grad), aber sternenklarer Nacht über die Bühne ging. Der nun folgende abgesehen von Morgennebeln sonnige und warme Altweibersommer trieb die Temperaturen nochmals in sommerliche Höhen (bis 25 Grad), bis er dann am letzten Augusttag bei sinkender Temperatur und Regen ein tristes Ende fand. Womit der MAG auch noch ein paar seiner obligatorischen Regenspritzer ( 7 mm) erhielt Wiederum war der Monat 1.2 Grad zu warm.


Oktober 2000

In den ersten Tagen herrschte veränderliche Witterung, unterbrochen von einer zweitägigen Hochdruckphase mit Sonne (7. und 8.). Der Läset im Ortsbürger-Rebberg in Herznach liess sich wieder einmal mehr unter besten Bedingungen durchführen (am 4.). Ganztägige Nebel und Hochnebel häuften sich. Ein Kaltlufteinbruch wurde wetterbestimmend, und der erste Frost traf ein. Es blieb regnerisch bis zur Monatsmitte. Die Regenmengen blieben gering (zwischen 6. und 11. waren es 38 mm), im Gegensatz zur Alpenregion, wo tagelange Starkniederschläge (bis gegen 3000 Meter hinauf als Regen) am 14. zur Katastrophe von Gondo und andern Orten sowie zum höchsten Wasserstand des Langensees seit 132 Jahren führten. Nach der Monatsmitte war es trocken, und die Temperaturen lagen gut vier Grad über der jahreszeitlichen Norm. Über uns lag eine Hochnebeldecke, die sich nachmittags teilweise auflöste. Nach einigen Niederschlägen am 24. wurde am 25. bei Sonnenschein die höchste Temperatur des Monats mit 18 Grad erreicht. In der Folge lösten sich bis zum Monatsende milde, klare und sonnige Tage mit regnerischen Phasen ab. Der monatliche Wärmeüberschuss betrug 1.2 Grad. Man kann den Oktober als milden Schlechtwettermonat bezeichnen.


November 2000

Der Monat war sehr mild, praktisch frostfrei und 2.1 Grad zu warm. Hochdrucklagen fehlten fast ganz, was eine geringe Nebelhäufigkeit zur Folge hatte. Die ersten fünf Tage waren begünstigt von Sonnenschein, und die Temperaturmaxima sanken nie unter 10 Grad. Eine kräftige Föhnlage liess am 13. das Quecksilber sogar auf 15 Grad ansteigen, etwas höher als am 6., an dem ebenfalls, als Folge einer extremen Föhnphase, zwölf Wärmegrade erreicht wurden. Die Lage änderte sich mit dem Eintreffen einer Kaltfront am 14., als die Temperaturen nie mehr höher als 10 Grad stiegen, ja sogar am 19. bis auf minus 1.7 Grad fielen. Am 17. mischte sich der erste Schnee in den andauernden Regen (17 mm an diesem Tag. Verkehrschaos am Gotthard wegen Schnee). Es folgten abwechselnd Sonne und Regen (15 mm am 20.), bis dann am 23. erneut eine Föhnlage das Tagesmaximum wieder auf 10 Grad ansteigen liess. Der Monat klang mit mildem, veränderlichem Wetter aus. Gelegentlich löste sich der Nebel auf, sodass am 30. nachmittags prächtiges Spätherbstwetter herrschte.


Dezember 2000

Immer noch kein Winterwetter in Sicht! Am 16. war zwar die Stockmatt weiss ,und es folgten ein paar kältere Tage mit Temperaturen knapp unter Null am Morgen, aber es dauerte bis gegen Monatsende (ab 29.) dass auch die Stadt Schnee zu sehen bekam - und auch dann nur ein paar wenige Zentimeter. Immerhin war ein- oder zweimal leichtes Schneeschieben vor den Häusern angebracht. Die ganze erste Monatshälfte war um sechs Grad zu hoch temperiert, mit dem wärmsten Tag am 13., als es schon um acht Uhr morgens bereits 9 Grad warm war. Auch der 11. war mit viel Sonne schon ein halber Frühlingstag (13 Grad). Der ganze Monat verzeichnete einen Wärmeüberschuss von 3.3 Grad! Dankbar war man, dass es fast nie regnete (knapp die Hälfte der Norm). Die relativ hohen Temperaturen und die geringen Niederschlagsmengen sorgten für grüne Weihnachten, wobei es gerade am Weihnachtsmorgen 9 mm regnete. Am Stephanstag und an den folgenden Tagen lagen wir wieder unter einer Nebeldecke mit gelegentlichen Sonnenstrahlen, bis am 29. der Winter endlich auch Aarau in den Griff zu nehmen drohte. Am 31. lagen vier Zentimeter Schnee auf den Naturflächen. Dieses Weiss und nur ein kleines Wolkenband über dem Jura an einem sonst makellos blauen Himmel liessen einen an diesem letzten Nachmittag des Jahres das frühere Grau vergessen. Die Kälte in der klaren Silvesternacht mit der bisher tiefsten Temperatur (minus 5 Grad) dieses Winters nahm man gerne in Kauf.

letzte Aktualisierung: 08 Jan 2012

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü