Aarauer Wetter Rückblende

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2010

Wetter-Rückblende > Monatliche Wetterrückblende > ab 2000

Januar 2010

Das neue Jahr 2010 startete mit einem sehr kalten Januar. Vor allem der Anfang und das Ende des Monats befanden sich in einem recht frostigen Bereich. Der kälteste Tag war der 4. mit minus 9,4 Grad. Zahlreich waren die Eistage – zwölf an der Zahl -, an denen das Quecksilber nie über die Nullgrad-Grenze stieg. Die durchschnittliche Januartemperatur lag denn auch 1,0 Grad unter der Norm. Die Maximaltemperatur betrug 7,2 Grad (am 17.). Zwar waren die ersten siebzehn Stunden des neuen Jahres mit plus 4 bis 5 Grad noch zum Aushalten, doch just als die Zeremonie vor dem Rathaus begann, die dem politischen Zusammenschluss der Gemeinden Aarau und Rohr gewidmet war, sank die Temperatur innert wenigen Stunden massiv, und dies erst noch bei einsetzendem Regen, sodass sich die Reihen der Schaulustigen vor dem Rathaus zu lichten begannen. Bis kurz vor Monatsmitte blieb es sehr kalt. Gelegentlich fiel etwas Schnee. Der Winter setzte am 9. abends mit 5 Zentimeter Neuschnee ein und doppelte am 11. und 20. nach. Dazwischen schmolz er allerdings nochmals dahin, weil ihm höhere Temperaturen und Regen den Garaus machten. Schneeschaufeln war gelegentlich angesagt, aber nie handelte es sich um grosse Schneemengen. Eine Hochnebellage vom 20. bis zum 27. liess die Feinstaubkonzentration in den roten Bereich ansteigen (55 Mikrogramm pro Kubikmeter am 27.). Am Monatsende griff der Winter nochmals auf seinen Schneevorrat zurück (erneut 7 Zentimeter), und die Kinder konnten mit ihren Vätern Schneehütten bauen. Es wurde auch wieder kalt, und auf den Strassen breitete sich Glatteis aus. Quartierstrassen wurden nicht mehr gesalzen, weil Streusalz zur Mangelware wurde. Für die Fussgänger war so Vorsicht geboten. Der Januar trug wohl einen winterlichen Look, an vielen Tagen fiel Neuschnee, doch blieben die Neuschneemengen jeweils gering. Und doch mussten die Schneeräumungsequipen alle paar Tage das volle Programm abspulen. So brachten die gefallenen Niederschläge nur 41 Prozent der Norm. Die Besonnung war mit 24 Sonnenstunden einen Fünftel geringer als normal.


Februar 2010

Der Kälteeinbruch mit Schneefällen im Vormonat fand zu Beginn des Februars seine Fortsetzung. Es fielen am 1., einem Eistag, am Nachmittag nochmals 9 Zentimeter Neuschnee. An Lichtmess (2.) und auch am Folgetag, war die Sonne zu Gast, und der Schnee schmolz rapid dahin. Es war zum Zuschauen, wie er innert Kürze verschwand! Von den Schneehütten, die die Kinder Ende Januar und Anfang Februar noch bauen konnten, blieb am 3. nur noch ein kleines Häufchen übrig. Die Quartierstrassen waren schwarz, im Wald blieben die Wege vereist. Gelegentlich zeigte sich auch die Sonne, sodass die Temperatur bis 6,8 Grad anstieg (am 3.). Schneeregen, Pflotsch und Hochnebel bereiteten uns in der Folge unangenehme Lebensbedingungen, derweil oberhalb 1200 Metern eitel Sonnenschein herrschte. Zaghaft kam am 10. der Winter mit ein paar Zentimetern Neuschnee zurück. Es war jetzt jeweils am Morgen rutschig auf den Strassen, die nicht mehr gesalzen wurden, weil das Streusalz ausgegangen war. Aus dem zähen Hochnebel flöckelte es ein wenig, und der Feinstaub machte sich mit 67 Mikrogramm pro Kubikmeter (am 13.) in unsern Atmungsorganen bemerkbar. Das Quecksilber sank nach einer klaren Nacht am 16. morgens auf minus 11,4 Grad. Alle fünf vorhergehenden Tage waren Eistage (Temperatur nie über null Grad). Es war der kälteste Tag des Monats, aber mit Sonnenschein während des ganzen Tages. Damit endete die kalte Hälfte des Monats, denn ab 17. bis zum Monatsende steuerte eine zeitweise kräftige West-Südwest-Strömung schubweise milde Meeresluft zu uns. Die Temperaturwerte stiegen kontinuierlich an, lagen am 22. zum ersten Mal seit 85 Tagen im positiven zweistelligen Bereich (11,9 Grad), bis am letzten Tag des Monats das Maximum von 13,4 Grad erreicht wurde. Es blieb in dieser Zeit wechselhaft, an einigen Tagen Sonne, dank Föhneinfluss gute Sicht in die Alpen, aber auch immer wieder 1 bis 3 Millimter Regen und Windböenspitzen bis 75 Kilometer pro Stunde. Die Schneehöhe lag im Februar nie über 9 Zentimeter, es fiel die Hälfte der normalen Niederschläge. Die Besonnung betrug 73 Prozent der Norm, und es war 0,3 Grad kälter als normal. Ein im Flachland schneearmer Winter (Dezember bis Februar) ging zu Ende.


März 2010

Markant und als Singularität zu bezeichnen ist der Kälteeinbruch in der ersten Monatshälfte. Es fiel zwischen 6.- 13. nochmals Schnee, und wir bekamen am 9. eine hartnäckige Bise mit Windgeschwindigkeiten bis zu 49 Kilometern pro Stunde zu spüren, sodass sich die gemessene Minimaltemperatur von minus 7,5 Grad (am 13.) noch um einige Grade kälter anfühlte. So ergaben sich vom 9.-11. drei Eistage. Der plötzlich einsetzende Schneefall am 6. überraschte auch die Mitglieder der AULA (Ehemalige der Alten Kanti), die in der Aula ihre Jahresversammlung abhielten und duch die grossen Fenster die tanzenden und stiebenden Schneeflocken zu sehen bekamen. Speziell zog ein Schneesturm um zehn Uhr die Aufmerksamkeit auf sich. Es gab an diesem Samstagvormittag viele Unfälle auf den Strassen. Doch ab Monatsmitte, als auf den Waldwegen lediglich an einigen Stellen noch Schnee und Pflotsch lagen und die Jurahöhen nur noch bis auf vierhundert Meter hinunter weiss waren, schien der Winter endgültig Geschichte zu sein. Das Quecksilber schlich sich kontinuierlich bis zum 24. in die Höhe, als es bei der Marke 19,6 Grad stehen blieb. Es war die Höchsttemperatur des März. Trotz maximaler Sonnenscheindauer am 23. und 24. wurde die 20-Grad-Marke nicht erreicht. Infolge einer Kaltfront gingen die Temperaturen gegen Monatsende zurück, gelegentlich fiel auch Regen (vom 26.-29. waren es 21 Millimeter). Polarluft liess die Temperatur am letzten Tag nochmals sinken, und Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde fällten einige Bäume hinter dem Waldhüttli beim ehemaligen Pflanzgarten im Gönhardwald. Der letzte Märztag leitete über zu einem fast winterlich anmutenden 1. April. Gesamthaft war der März 0,2 Grad zu warm, die Besonnung entsprach mit 109 Sonnenstunden der Norm, und es war mit 70 Prozent der Niederschlagsnorm zu trocken.


April 2010

Auch das Wetter hielt uns am 1. zum Narren. Es war nie wärmer als 7 Grad, und es regnete tagsüber 6 Millimeter. Auch die Vegetation war mit ihrem Wachstum im Rückstand. So zeigten die Rosskastanien auf dem Kirchplatz erst zwei Zentimeter lange Blütenstände zwischen grünen Blätterbüscheln. Am Ostersonntag (4.) regnete es nochmals 8 Millimter, was fast einem Drittel des ganzen Monats entsprach. Die „Osterwärme“ präsentierte sich mit höchstens 10,6 Grad. Doch dann schien es aufwärts zu gehen, obwohl vom Jura drüben nochmals der Winter grüsste. Die Zeiten waren günstig für einen Schichtkleider-Look, denn je nach sich ändernder Temperatur war ein Kleiderwechsel nötig. Am 6. hatte man mit minus 1,3 Grad die tiefste Monatstemperatur hinter sich. Nachmittags aber war es schon wieder 16,7 Grad warm. Es war ein wolkenloser Tag! Nachher aber liess die Bise die Temperaturwerte wieder etwas sinken, es blieb aber sonnig. Der Spatenstich zur Neugestaltung der Altstadtgassen am 10. und die gleichzeitig stattfindende AMA hatten Wetterglück. An der Referenzbuche am Goldernwaldrand hatten am 10. erst wenige Schattenblätter ausgetrieben, sogar eine Woche später war erst die untere Hälfte der Baumkrone grün. Die bis anhin kühle Witterung hatte das Pflanzenwachstum verzögert. Der Frühling machte sich rar. Zudem bewegte sich am 16./17. die Aschenwolke des Vulkans Eyjafialla von Island her auf die Schweiz zu. Dessen ungeachtet nahm jedoch das gute Wetter seinen Verlauf, wobei es zum Nachteil der Landwirtschaft viel zu trocken blieb. Schliesslich wurde am 29., dem ersten Sommertag des Jahres, die Höchsttemperatur des Monats von 27,3 Grad gemessen, bei 11 Stunden Sonnenschein (wie schon am Vortag). Der wegen der verzögerten Vegetationsentwicklung sehnlichst erwartete Regen trat dann am 30. ein. Dank der zweiten Monatshälfte war der April sehr sonnenreich (133 Prozent der Norm) und 2,1 Grad zu warm. Lediglich an sechs Tagen regnete es mehr als einen Millimeter.


Mai 2010

Hatte man in der zweiten Hälfte des Vormonats frühlingsschwangere Gefühle, so erhielten diese am ersten Maientag einen grossen Dämpfer. Statistische gesehen ist ja der Mai ein nasser Monat. Und auch diesmal war es wieder so. Es regnete viel (147 Prozent der Norm), und zwar an 18 Tagen. Nun, der Bauer liebt einen nassen Mai, und die landwirtschaftlich genutzten Böden hatten Wasser nötig. Schon am 1. fielen Starkniederschläge (13 Millimeter), der Tag brachte es aber immerhin auf 14,4 Grad. Der 2. war nochmals regenverdächtig, aber kühler (11,7 Grad). Dieses erste Maiwochenende fiel buchstäblich ins Wasser. Das unbeständige, kühle und sonnenarme Wetter nahm während der ganzen ersten Monatshälfte seinen Fortgang. Gelegentlich wähnte man sich im Herbst, wäre da nicht die grüne Kulisse der Natur gewesen.So beispielsweise am 4. und 6. als Nieselregen vom Himmel tropfte und es nie wärmer als 10-11 Grad wurde. Erst am 8. war die Sonne wieder einmal zu Gast, und an den folgenden Tagen wechselte man zwischen Regenschirm und Sonnenbrille ab. Glücklicherweise wurde das Wasser im Schwimmbecken der Badi auf 24,5 Grad aufgeheizt. Zu all diesem Regenfrust erfolgte am 13. (Auffahrt) noch der Liga-Abstieg des FC Aarau! Die Sonne schien weiterhin unpässlich und krank geschrieben zu sein. Bis zum 20. blieb es unterdurchschnittlich kühl, am 17. wurde mit 4,1 Grad die tiefste Monatstemperatur erreicht. Doch ab 22. zeigte sich der Mai endlich etwas versöhnlicher, und über Pfingsten (23.) herrschte sogar ideales Wetter zum Heuen: Es war warm (23,3 Grad), windig und trocken, und die Sonne schien auch in der Folge den ganzen Tag. Entsprechend stiegen die Temperaturen an, und am 25. war mit 28,5 Grad der heisseste Maientag. Aber schon wurde es wieder kühler, es setzte Regen ein, mit dem Monatsmaximum von 21 Millimetern am 30. am Morgen des ersten Pferderenntages. So war der Mai auch 0,5 Grad zu kühl, und die Besonnung betrug lediglich 64 Prozent der Norm. Ein Wort zum Frühling (März bis Mai) allgemein: Seit 1988 sind die Frühlingstemperaturen höher als normal (= Durchschnitt der Jahre 1961-1990). Dieses Jahr wurden die Frühlingstemperaturen positiv beeinflusst durch den warmen April.


Juni 2010

Endlich vorbei – der Mai! Nach jenem garstigen Monat fragte man sich: „Hat nun vielleicht der Juni endlich Sonne im Gepäck?“. Die Besonnung mit 186 Sonnenstunden entsprach der Norm. Die Aufholjagd war also bescheiden und setzte erst im letzten Monatsdrittel ein. Zu Monatsbeginn war es noch kühl und nass, was gar nicht dem meteorologischen Sommerbeginn entsprach. Am 3. stieg das Quecksilber nie höher als bis zum Wert von 15,5 Grad, aber schon am Folgetag erreichte es 24,2 Grad. Die Temperaturwerte hüpften auf und ab, erhöhte sich dann aber an, und nach sonnigen und heissen Tagen brachte eine Gewitterstörung am 6. abends Regen und Hagel über die Stadt (19 Millimeter Regen). Die Mühlemattstrasse wurde kurzzeitig überflutet. Novemberstimmung machte sich am 8. und 9. breit. Nachher erfolgte nochmals ein Wärmeschub, sodass am 10. das Juni-Maximum von 31,1 Grad erreicht wurde. Dieser Vorgeschmack des Sommers entpuppte sich als Illusion, denn anschliessend fiel das Quecksilber erneut in den Keller. Am 22. mass man am Morgen noch 7,6 Grad (Minimaltemperatur des Juni) und nachmittags 18,7 Grad. Es war Wetter zum Verleiden! Am 17./18. öffnete der Himmel nochmals seine Schleusen (39 Millimeter Regen innert 24 Stunden), und die Nachmittags- temperaturen sanken nochmals bis auf 13 Grad hinunter. Es war die verspätete Schafskälte. Doch ab 23. setzte das Sommerwetter ein Die Temperaturen schnellten bis gegen29 Grad hinauf, und ein blauer Himmel lachte bis zum Monatsende mit dem ganzen Gesicht. Sonnentage, Hitze und die Hoffnung auf das lang ersehnte Nahen des Sommers trösteten über die verpasste Gelegenheit der Fussball-Nati hinweg, an der Weltmeisterschaft in die Achtelfinals einziehen zu können (am 25. bei Vollmond!). Der Monat war 1,3 Grad zu warm und etwas zu trocken.


Juli 2010

Ein japanisches Sprichwort sagt: „Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter“. Ab Monatsbeginn hielt nun „das schönste Wetter“ definitiv Einzug. Vom idealen Sommeranfang profitierte auch der Maienzug, an dem während des ganzen Tages die Sonne schien und die Temperatur auf 31,5 Grad kletterte. Die jungen Platanen auf dem Schanzmätteli spendeten der Festgemeinde noch keinen Schatten, und der Stadtwein musste schnell getrunken werden, ehe er verdunstete. Der Folgetag war nochmals um ein Grad wärmer, bevor dann am Sonntag (3.) der Festumzug der Schützen (Eidg. Schützenfest in Rupperswil) mit etwas Abkühlung und Nass rechnen durfte. Die schwühlen Tage hielten an, bis dann am 7. eine neue Hitzewelle anrollte. Die Wetterbedingungen für die Première der Freilichtaufführung „Tanz der Vampire“ beim Schlössli waren hervorragend (8.). Mit Gewitterstimmung und gelegentlichen Regengüssen war aber immer noch zu rechnen. Trotz allem blieb es frühmorgens noch recht frisch. Am 22. ging die Hochsommer-Periode zu Ende. Während am 22. um 22 Uhr noch 25 Grad gemessen wurden, so lag die Temperatur am 23. zur gleichen Zeit 11 Grad tiefer. Wechselhaft und kühl war die letzte Juli-Woche, doch schenkte uns der 31. dank einem Zwischenhoch nochmals einen wolkenlosen Tag ohne Niederschläge, wobei allerdings an diesem Morgen die tiefste Monatstemperatur (8,3 Grad) gemessen wurde. Das Maximum lag am 14. bei 34,8 Grad. Es fielen 90 Prozent der normalen Niederschläge, hauptsächlich in der letzten Dekade. Die Besonnung betrug 109 Prozent der Norm. Der Juli 2010 gehörte zu den wärmsten seit Messbeginn 1864. Deutlich wärmer war der Juli nur 1983 und 2006


August 2010

Im eigentlichen Ernte- und Schnittmonat sollte die Sonne nochmals richtig zeigen, was sie kann. Doch zum Ausklang des Sommes war es wechselhaft. Der Monat war 0,3 Grad zu warm, die Besonnung lag nur bei 82 Prozent der Norm, und es regnete einen Drittel mehr als normal (Durchschnitt 1961-1990). Der Temperaturverlauf zeigte ein Auf und Ab. Der 1. (Bundesfeiertag) war ein Prachtstag, zeigte gegen Abend Gewitterneigung, und es fielen auch 4 Millimeter Regen. Der 5. erschien sonnenlos, regnerisch, und die Temperaturwerte sanken leicht. Dann ging es wieder bergauf mit der Wärme und mit der Besonnung, und der 9. und 10. konnten sich sogar in die Kategorie „Sommertage“ (über 25 Grad) einreihen. Hernach folgte wechselhaftes Wetter, teilweise ohne Sonnenschein und mit Regenmengen bis zu 20 Millimetern pro Tag (16.). Da sank auch das Quecksilber auf 12,1 Grad hinunter. Am 20. kehrte der Sommer zurück. Es kamen Sommertage (20.-22.), und am 26. war mit 30,1 Grad sogar ein Hitzetag zu verzeichnen. Aber schon drei Tage später stieg die Temperaturkurve nie höher als 18,0 Grad, und am letzten Tag wurde mit 7,7 Grad sogar das Monatsminimum erreicht. Starkniederschläge (37 Millimmeter) in der Nacht vom 27. zum 28. führten zu einer starken abkühlung. Abends war es unangenehm kühl für diese Jahreszeit, und man griff zum Langarm-Pullover oder drehte die Heizung an!


September 2010

Der September startete mit einem wolkenlosen Spätsommertag. Diese prächtige Wetterlage setzte sich fort bis zum 7., als erstmals wenig Regen fiel. Nachfolgend zeigte sich die Sonne jeden Tag, einmal mehr, einmal weniger. Die Nachmittagstemperaturen bewegten sich um 20 Grad. Gelegentlich zogen Gewitterwolken auf. Es kam auch zu Regengüssen von ein paar wenigen Millimetern. Es blieb kühl. Ausnahmsweise stieg die Temperatur auf 24,0 Grad am 12. (Monatsmaximum), fiel aber am 20. auf 4,3 Grad hinunter (Monatsminimum). Punkto Besonnung entwickelte der Monat an den meisten Tagen eine richtige Charme-Offensive des beginnenden Herbsts, vor allem ab Bettag (19.) bis 23. Da machte nur der Morgennebel der Sonne Konkurrenz. Pünktlich auf den astronomischen Herbstbeginn änderte aber das Wetter. Der Bachfischt (24.) war mit einer Mittagstemperatur von 18,0 Grad noch der wärmste Tag, doch auch er litt unter dem Kaltlufteinbruch mit Niederschlägen. Ein kleines regenfreies Zeitfenster sorgte jedoch für einen trockenen Bachfischet-Umzug, während am Nachmittag noch 16 Millimeter Regen gefallen waren. Am 30. begann der MAG bei bewölktem Himmel und 15,5 Grad am Nachmittag. Der ganze Monat war sehr niederschlagsarm (54 Prozent der Norm), dafür aber sehr sonnendurchflutet (110 Prozent der Norm). Er war 0,7 Grad kühler als normal.


Oktober 2010

Der Oktober war sehr niederschlagsarm. Zwar regnete es noch in der Nacht zum 1. (9 Millimeter) auf die MAG-Stände, aber nachher blieb der Markt am Graben trocken, ja der Sonntag war ein goldener Herbsttag, der wärmste Tag des Monats (22,2 Grad). An den folgenden Tagen wurde Aarau von Hochnebel geplagt. Dadurch sanken auch die Temperaturwerte, bis am 22. das Minimum von minus 2,3 Grad erreicht wurde (erster Frosttag). Erst gegen Monatsende stiegen die Temperaturen wieder leicht an, doch höher als 15,9 Grad am 30. gingen sie nicht mehr. Während der Bahnhofeinweihung am 23. und 24. fielen 21 Millimeter Regen, davon aber der grösste Teil nachts. Das entspricht gerade der Hälfte der gesamten monatlichen Regenmenge, die mir 41 Millimetern sehr gering war (nur 57 Prozent der Norm). Trotz einigen Hochnebellagen an Vormittagen betrug die Besonnung 105 Prozent der Norm. Der Monat war mit 0,4 Grad unter der Norm leicht zu kühl.


November 2010

Für den November galt die Wettrregel: „Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt noch Altweibersommer ein.“ Denn die erste Monatshäfte war mild ( Maximum am 4. mit 17,8 Grad), später sackten die Temperaturwerte rapid in den Keller (Minimum am 30. mit minus 9,8 Grad). Bis zum 15. schien auch die Sonne relativ häufig, und die traditionellen Hochnebellagen fehlten. So erstrahlte am 3. auch der Rüeblimärt in goldenem Herbstglanz. Ein Regentag am 12. mit 37 Millimetern Niederschlag vermochte den Eindruck eines vorgezogenen Martinisömmerchens nicht zu trüben. Anderntags war es schon wieder frühlingshaft, und die Sonne zeigte sich während fünf Stunden in Hochform. Es war am Nachmittag fast 18 Grad warm. Doch dann fiel der Föhn zusammen, und eine Kaltfront erreichte auch Aarau. Nun war der Winter im Anzug. War es tagsüber am 15. noch 11,4 Grad warm, so brachte es der Folgetag nicht mehr höher als 5,2 Grad. Zögernd wurden am 19. nochmals 8,7 Grad erreicht. Doch nachher sanken die Temperaturwerte kontinuierlich und erreichten kaum mehr 5 Grad. Schliesslich fiel am 26. der erste Schnee, nachdem schon am 24. der Winter die ersten Grüsse mit ein paar nassen Schneeflocken geschickt hatte und so der Jura verzuckert wurde. Es reichte aber nur zu einigen Zentimetern Neuschnee. Mit etwas Sonnenschein sah die Landschaft bezaubernd aus. Es folgten bis zum Monatsende noch drei Eistage, an denen die Temperatur auch tagsüber immer unter dem Gefrierpunkt lag. Dank der milden ersten Monatshälfte war der Monat 1,4 Grad zu warm, die Sonnenscheindauer lag sogar 25 Prozent über der Norm, und es fielen nur 91 Prozent der normalen Niederschläge, ab dem 26. in Form von Schnee. Bemerkenswert ist ein tiefer Barometerstand von 935 hPa am 9. auf Stationshöhe Buchs-Aarau.


Dezember 2010

Der erste Wintermonat begann saisongerecht mit heftigen Schneefällen. Es war 14.30 Uhr, als es zu schneien begann, die sechs Zentimeter hohe Schneemenge vom Vormonat anhäufend, bis schliesslich eine 19 Zentimeter hohe Schneedecke das Land überzog. Diese vermochte sich dank tiefer Temperaturen einige Tage zu halten, bis ein Warmluftvorstoss ab dem 6. Tauwetter brachte. Der 4. war allerdings noch ein prächtiger, kalter Wintertag mit blauem Himmel, und es fiel auch am 5. nochmals Schnee. Die Station Buchs-Aarau registrierte 24 Zentimeter Schnee (Messstation beim städtischen Kraftwerk an der Aare). Diese Herrlichkeit hielt allerdings nicht lange an. Während die ersten fünf Tage des Monats alles Eistage waren, schnellten die Werte ab 6. weit über null Grad hinauf. Das Maximum lag am 8. bei 9,7 Grad. Nun fiel Regen. Das Gehen auf Wegen wurde beschwerlich: unter dem Pflotsch lag noch eine Eisschicht. Es folgten bis zum 18. noch fünf Eistage, und es begann am 14. auch wieder zu schneien. In der Nacht zum 17. brachte das Tief „Petra“ nochmals 13 Zentimeter Neuschnee, was wiederum morgens auf den Strassen ein Verkehrschaos zur Folge hatte. Aber schon am 20. wurde wieder eine Spitzentemperatur von 8,9 Grad erreicht. Jetzt war der Pflotsch auf den Strassen perfekt. Darunter blieb immer noch eine Eisschicht bestehen, mit mühsamen Folgen für die Fussgänger. Am 24. setzte wieder Schneefall ein (2 Zentimeter), die befahrenen Strassen blieben aber schwarz. Am Weihnachtsmorgen lagen fünf Zentimeter Neuschnee. Während wir eine Woche lang nur mit wenig Sonne auskommen mussten, herrschte nun am Stephanstag (26.) Postkartenwetter: Sonnenschein, blauer Himmel. Schneelandschaft. In den ersten Stunden des 27. wurden Temperaturen bis minus 12,4 Grad gemessen (Monatsminimum). Auf den Trottoirs war es rutschig, doch wurde infolge allgemeinen Salzmangels nicht mehr gesalzen! Der Monat endete bei zähem Hochnebel mit zunehmenden Temperaturwerten bis 2,0 Grad über dem Gefrierpunkt. Er war 1,5 Grad zu kalt. Besonnung und Niederschlag entsprachen den Normwerten 1961 – 1990.

letzte Aktualisierung: 08 Jan 2012

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