Aarauer Wetter Rückblende

Suche

Direkt zum Seiteninhalt

2011

Wetter-Rückblende > Monatliche Wetterrückblende > ab 2000

Januar 2011

Die Kälte des Vormonats setzte sich noch einige Tage in den Januar 2011 hinein fort. Das Neujahrsthema der Stadt hiess „Aarau verspielt“, und alle Lokalitäten konnten bei Hochnebel und trockenen Fusses erreicht werden. Die Kälte nahm zu, und die Temperatur bewegte sich bis zum 4. unter den Gefrierpunkt. Während uns der 3. einen wolkenlosen Himmel schenkte, vermieste uns am 4. eine Hochnebeldecke das Schauspiel einer partiellen Sonnenfinsternis. In der Nacht zum 6. (Dreikönigstag) schlug die Kälte nochmals zu, sodass Glatteis am Morgen früh zu vielen Unfällen und Verspätungen im Busverkehr führte. Rasant wurden nun die Tage wärmer, und am 8. erreichte das Quecksilber 12,2 Grad. Es war das Monatsmaximum. Statt Schnee fiel nun gelegentlich Regen. Vom 13. bis 15. war es mild, mit Temperaturen um 11 Grad am Nachmittag. Vom 7. bis 15. fielen 53 Millimeter Regen. Man fragte sich: „Hat der Winter wohl Ferien?“. Doch ab 18. sank die Temperaturkurve wieder bis zum Monatsminimum von minus 8,9 Grad am 24. Da es am 20. um 8 Uhr morgens zu schneien begann, war anzunehmen, dass sich der Winter zurückmelden würde. Die Schneemenge war mit 1 bis 2 Zentimetern allerdings gering, und auch an einigen folgenden Tagen fiel immer nur ein Schäumchen Schnee. In den letzten Tagen des Monats plagte uns eine Hochnebeldecke, die nur vereinzelt Sonnenstrahlen durchliess. Es war meistens unter null Grad, nur der Schnee fehlte. Noch wartete man auf den richtigen Winter. So war denn der Januar 1,7 Grad zu warm. Er war mit 74 Prozent der Norm zu trocken. Dank einigen Tagen mit Sonnenschein am Monatsanfang und in der Monatsmitte geht er mit 155 Prozent der Norm als sonniger Januar in die Geschichte ein.


Februar 2011

Die Hochnebellage setzte sich auch in den Februar 2011 hinein fort. Es fielen noch weniger Niederschläge als im Januar ( 20 Millimeter = 27 Prozent der Norm!). Auch der Februar war 1,4 Grad zu warm, und die Besonnung war mit 144 Prozent der Norm wieder sehr hoch wie im Januar. Diese beiden Wintermonate waren gar nicht „winter-like“. Auch in den Bergen fehlte der Schnee. Vom 4. bis 14. war es frühlingshaft warm, und dies in den Winterferien! Nur gelegentlich sank die Temperatur frühmorgens einige wenige Grad unter null. Es gab Tage mit maximaler Sonnenscheindauer. Die monatliche Höchsttemperatur wurde am 11. mit 13,5 Grad erreicht. Von Schnee keine Spur! Es schien geradezu Frühling zu sein. Die Schneeglöcklein im Garten konnten gepflückt und in die gute Stube gestellt werden. Die Haselblüten stäubten. Ab Monatsmitte bis zum Monatsende fielen die Temperaturwerte tendenziell wieder. In der Morgenfrühe mass man am 23. noch minus 4,9 Grad (das monatliche Minimum lag am 3. bei minus 6,9 Grad), und die Sonne schien nochmals den ganzen Tag. Es war aber dunstig, und man hatte keine Fernsicht in die Alpenkette. Ein kurzer, leichter Schneefall am 24. ging nachmittags schon wieder in Regen über. Die Temperaturen lagen von nun an nie mehr unter dem Gefrierpunkt, und leichte Niederschläge erfolgten in Form von Regen.


März 2011

Monatsbilanz: Besonnung 159 Prozent der Norm, Temperatur 2,1 Grad zu warm, Niederschlag 28 Prozent der Norm. Also sehr sonnig, warm und trocken.

Nach einem milden 1. mit 8,3 Grad am Nachmittag setzte nachher eine Bisenlage ein, die zum monatlichen Temperaturminimum von minus 3,8 Grad am 8. führte. Die Bise blies am 10. nachmittags mit fast 50 Kilometern pro Stunde. Ab 9. sank die Temperatur – mit einigen geringfügigen Ausnahmen am frühen Morgen – nie mehr unter null Grad. Da uns an den Nachmittagen – häufig sogar schon am Vormittag – viel Sonnenschein geschenkt wurde, hatten wir bis Monatsmitte prächtiges, mildes Frühlingswetter mit Temperaturen bis 17 Grad in der zweiten Tageshälfte. In der Vollmondnacht am 19., in der uns der Mond mit 357'000 Kilometern Distanz am nächsten war und deshalb sehr gross erschien, setzte zum ersten Mal stärkerer Regen ein (8 Millimeter). Aber schon am 20. begann der Tag erneut mit einem Kaltstart unter null Grad. Unter dem Einfluss eines stabilen Hochs herrschte vom 20. bis 26. uneingeschränkt sonniges Wetter, zum Teil mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer. So wurde dann auch am 25. die monatliche Höchsttemperatur von 19,9 Grad erreicht. Ein Mix aus wenig Regen und Sonne charakterisierte die letzten Märztage.


April 2011

Monatsbilanz: Besonnung 207 Prozent der Norm, extremer Wärmeüberschuss von 4,1 Grad, Niederschlag 24 Prozent der Norm. Also frühsommerlich warm, ungewöhnlich sonnig und extrem niederschlagsarm. Frühster Sommertag seit Messbeginn 1864 (am 7. mit 25,3 Grad, was dann auch das Maximum im April war).

Der (südliche) Spitzahorn bei der Distelbergbrücke („Eugen-Wehrli-Brücke“) hatte schon am 2. alle Blütenstände geöffnet, und dies bei fast 24 Grad. Auch zeigte die Referenzbuche am Goldernwaldrand schon erste Blätter. Lagen die Temperaturwerte in den letzten Märztagen noch bei 14 bis 16 Grad, so schnellten sie Anfang April von einem Tag auf den andern um 8 bis 10 Grad in die Höhe. Die Hauptbaumarten im Wald trugen aber immer noch das braune Kleid des Winters. Doch dann grünte es auf einmal allerorten. Die Gartensitzplätze konnten bezogen werden, und die AMA hatte Wetterglück. Der April entsprach überhaupt nicht seinem Ruf als Wendehals. Es blieb einfach immer sonnig, sieht man vom 12. mit seinem Temperatursturz bis 12,4 Grad am Nachmittag ab. Es regnete nur an drei Tagen insgesamt 19 Millimeter,
was 24 Prozent der Norm entspricht. Die Temperatur sank nur an einem einzigen Tag knapp unter den Gefrierpunkt (minus 0,2 Grad am 15.). Trockenheit und Wärmeüberschuss des April waren aussergewöhnlich! Extrem trockene Asprilmonate sind in letzter Zeit häufiger aufgetreten (2002, 2007, 2009, 2010). In diesem Jahr 2011 waren auch die Monate Januar bis März schon sehr trocken, worunter die Landwirtschaft litt.


Mai 2011

Monatsbilanz: Besonnung 163 Prozent der Norm, Wärmeüberschuss von 2,8 Grad, Niederschlag 51 Prozent der Norm. Also wie die Vormonate extrem warm, sehr sonnig und trocken. Wärmster Frühling seit Messbeginn 1864.

Mit einem sommerlichen 1. wurde der wärmste Frühling seit Messbeginn 1864 eingeläutet. Nur der 2. und der 3. tickten etwas launischer, es fielen einige Schauer (insgesamt 8 Millimeter Regen), und Polarluft brachte spürbare Abkühlung bis auf 14 Grad Nachmittagstemperatur hinunter. Die Minimaltemperatur des Mai betrug am 4. 1,8 Grad. Doch dann kehrte das sonnige Wetter zurück, und bis am 10. stiegen die Temperaturwerte auf 25,3 Grad. Schon Anfang Mai gab es fünf Sommertage (Temperaturen über 25 Grad)! Die Waldbrandgefahr stieg, und der Kanton ordnete ein Feuerverbot im Wald an. Am Morgen war es immer noch kühl, und die Tagestemperaturen schwankten bis zu 19 Grad von morgens früh bis am Nachmittag. „Man wähnt sich im Hochsommer“ (Zitat SF Meteo). Pünktlich mit den Eisheiligen floss wieder kühlere Luft heran (am 12.), und es regnete 6 Millimeter. Doch immer wieder setzte sich die Sonne durch. Man wartete sehnlichst auf Regen, brachten doch die 10 Millimeter am 14. und 15. auch nicht viel. Der erste Pferderenntag am 15. war dementsprechend wechselhaft, etwas kühl und leicht nass. Dem kurzen kühlen Intermezzo folgten nun erneut sonnige und warme Tage mit Temperaturen über 25 Grad (Sommertage!) und gelegentlich gewittrigen Niederschlägen. Nur eine kleine Störung am 27. liess die Temperatur nochmals auf 6,5 Grad in der Nacht zum 28. fallen. Doch schon am 30. war es wieder hochsommerlich, und der erste Fast-Hitzetag wurde mit 29,1 Grad (Monatsmaximum) verzeichnet. Der letzte Maitag schenkte uns endlich etwas Regen und „erfrischende“ 19 Grad am Nachmittag.


Juni 2011

Kurz und bündig: Besonnung 81 Prozent der Norm, 1,1 Grad zu warm, Niederschlag 54 Prozent der Norm. Sehr wechselhaft.

Der erste Sommermonat bot ein breites Spektrum an Temperaturwerten. Er begann relativ kühl mit lediglich 12,4 Grad am Nachmittag und etwas Regen am Morgen (zum Vergleich: Im Berner Oberland fielen 40 Zentimeter Neuschnee!). Auch am Auffahrtstag (2.) war der Jura nebelbehangen, und es war ein trüber Tag wie manchmal im Spätherbst. Man holte die Kleidungsstücke aus dem Winterschrank hervor. Zunehmend wurde dann das Wetter sonniger, und schon zwei Tage später stiegen die Temperaturen wieder auf sommerliche Werte (25,2 Grad). Die morgendliche Temperaturkurve allerdings sank immer mehr, bis zu einem Minimum von 6,5 Grad (am 10.). Gleichentags aber war es dann am Nachmittag 22,1 Grad warm. Meteorologisch war es ein Auf und Ab: gelegentlich fiel Regen, es gab regnerische Tage (8.), dann aber auch wieder viel Sonne (am 12., Pfingstsonntag). Die stets wechselnde Bewölkung vermieste uns auch die Sicht zum total verfinsterten Mond am 15. Die Zickzack-Kurve der Temperaturwerte nahm ihren Lauf bis zum Monatsende, mit all ihren Folgen wie Gewitter und Windböen bis fast 75 Kilometer pro Stunde am 21. und 22., Tiefsttemperaturen bis 8 Grad am Morgen und mit der Jahreshöchsttemperatur von 34,0 Grad am 28., gerade als die Bezirksschule ihr hundertjähriges Bestehen feierte. Schon am Tag darauf erfolgte ein Temperatursturz mit Gewitterregen, sodass der letzte Junitag mit 21,3 Grad am Nachmittag relativ kühl ausfiel. Es war der Maienzug-Vorabend mit einer Temperatur von 16,5 Grad um 22 Uhr!


Juli 2011


August 2011


September 2011


Oktober 2011


November 2011


Dezember 2011

letzte Aktualisierung: 08 Jan 2012

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü